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Bauen & Wohnen

Barrierefreie Küche – was es zu beachten gilt

Die Küche ist einer der zentralen Lebensbereiche im Zuhause der meisten Menschen. Wird eine Küche für eine Rollstuhlfahrerin oder einen Rollstuhlfahrer gebaut, ist eine individuelle Planung gefragt. Der Handwerksbetrieb sollte dabei auf eine Reihe besonderer Anforderungen achten, die sich aus den spezifischen Einschränkungen der Benutzerinnen und Benutzer ergeben.

Einige grundsätzliche Anforderungen lassen sich aus verschiedenen Normen ableiten. Insbesondere seien hier die DIN 18025 Teil 1 "Wohnungen für Rollstuhlbenutzer" und die – nicht speziell für Rollstuhlfahrer konzipierte – DIN 18025 Teil 2 "Barrierefreie Wohnungen" genannt. Hinzu kommt für den Bereich öffentlich zugänglicher Gebäude die DIN 18024 Teil 2 "Barrierefreies Bauen".

Ob Spüle oder Herd – alles im Rollstuhl erreichbar

Für Küchen, die von Rollstuhlfahrerinnen oder Rollstuhlfahrern genutzt werden, sind ausreichend große Bewegungsflächen zu berücksichtigen. Vor allen Einrichtungsgegenständen benötigt ein Mensch im Rollstuhl beispielsweise 1,50 Meter mal 1,50 Meter als Wendemöglichkeit. Als Durchgangsfläche sollte eine Breite von 1,20 Meter berücksichtigt werden. Wichtig ist zudem, dass Spüle, Arbeitsplatte und andere Bedienelemente unterfahrbar sind. Das bedeutet eine Höhe von mindestens 85 Zentimetern. Vom Wasserhahn über den Kälteregler im Kühlschrank bis hin zur Herdplatte sollte alles aus sitzender Position bedienbar sein.

Wichtig zudem: Mit den Betroffenen selbst sollten die richtigen Lösungen gemeinsam ausgelotet und besprochen werden.

Linktipps:

» www.nullbarriere.de
Informationen über die Anforderungen an Planung und Bau barrierefreier Gebäude und Wohnungen

» www.jung-wohnen-alt-werden.de
Die Handwerkskammer Mannheim bietet umfangreiche Informationen zum Thema "Planen und Bauen für das Leben im Alter". Für Handwerksbetriebe hält die Seite zudem eine große Anzahl an Checklisten bereit.

» www.stmi.bayern.de
Eine Broschüre des Bayerischen Staatsministeriums des Innern zu Planen und Bauen unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit.

» www.hanau.de
Informationen der Stadt Hanau zu den DIN-Normen für barrierefreies und rollstuhlgerechtes Bauen und Wohnen.

» www.din.de
Homepage des Deutschen Instituts für Normung.

» www.beuth-verlag.de
Der Beuth-Verlag, eine Tochtergesellschaft des Deutschen Instituts für Normung, hält die Rechte an der Verbreitung und Veröffentlichung der DIN-Normen.

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