Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Im Unternehmensleitfaden finden Sie ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Konsumentengruppen, Praxistipps und Beispiele.
Eine Expertise zu Motivation und Wünschen älterer Beschäftigter in Bezug auf die Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand.
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Einzelhandel
Ältere Verbraucherinnen und Verbraucher haben nicht nur mehr Geld für Konsum zur Verfügung als junge Mensche, sondern sind auch bereit für qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen mehr zu zahlen. Das macht die Zielgruppe für den Einzelhandel interessant. „Jene Unternehmen, die sich auf Senioren einstellen, werden zu den Gewinnern gehören“, sagte Dr. Andreas Kaapke, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln (IfH) bereits 2005.
Laut der Trendstudie „Senioren-Trend-Märkte 2008“ von bbw Marketing verfügen die Seniorinnen und Senioren heute über die höchste Kaufkraft aller Zeiten. Das Konsumverhalten wird demnach über die Zukunft vieler Unternehmen und Betriebe entscheiden. Höchste Zeit für Unternehmen diese Zielgruppe in den Fokus zu nehmen.
Der Nachholbedarf ist groß, doch eine seniorenfreundliche Ausstattung fehlt in vielen Einzelhandelsgeschäften nach wie vor. Angefangen beim barrierefreien Zugang, der ausreichenden Breite zwischen den Regalen, sowie gut lesbaren Preis- und in verständlichem Deutsch geschriebenen Warenschildern.
Doch müssen sich Geschäfte nicht grundlegend verändern, um den Wünschen der älteren Kundschaft gerecht zu werden. Es gilt aber, einige Aspekte zu beachten: So kam eine Umfrage der Verbraucherzentralen und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. zu dem Ergebnis, dass sich 61 Prozent der Seniorinnen und Senioren beim Einkauf im Supermarkt alleingelassen fühlen. Sie wünschen sich ausgebildetes und hilfsbereites Personal, das sie berät und unterstützt. Über die Hälfe (55 Prozent) der Befragten bemängeln zudem, dass es an Kundentoiletten sowie einfach zu lenkenden Einkaufswagen (52 Prozent) fehlt. Erschwerend käme hinzu, dass Waren im Regal (47 Prozent) zu hoch gestapelt würden, es kaum Sitzplätze (43 Prozent) gebe und Preisauszeichnungen (42 Prozent) oftmals unleserlich und zu kleinteilig seien.
Die Konsummuster moderner Seniorinnen und Senioren stellen ein bisher bei weitem nicht ausgeschöpftes Potential für Handel und Dienstleistungsbranchen dar. Noch gibt es in diesem Bereich nur recht wenige Unternehmen und Betriebe, die diese Chance erkannt haben und nutzen. Gefragt sind innovative und serviceorientierte Ideen, die den Einkauf generationenübergreifend erleichtern.
Link zur BAGSO Supermarkt-Befragung:
www.bagso-vf.de