Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Elektronik & Sicherheit

Erstmals seit Bestehen des Internets waren 2007 mehr Menschen über 60 Jahre im Netz unterwegs (5,1 Millionen) als Jugendliche unter 20 (4,9 Millionen). Dies ergab eine Online-Studie von ARD und ZDF. Fast jeder Dritte Internetnutzer (32 Prozent) der Altersgruppe ab 65 Jahren kauft heute im Internet ein, so das Statistische Bundesamt. Bei der Nutzung von Computer, Internet und Handy ist die Zielgruppe der älteren Menschen heute die – im Zeitvergleich – am meisten wachsende, so die bbw-Studie „Senioren-Trend-Märkte 2008“.
Bisher hat nur knapp ein Drittel der deutschen über 65 Jahre ein Handy. 58 Prozent besitzen weder Handy noch Computer. Bei der Gruppe der 14-29-Jährigen sind dies im Vergleich gerade mal knapp fünf Prozent. Dies ergab eine repräsentative Studie der „Aris Umfrageforschung“ im Auftrag von BITKOM 2008. Der Markt für junge Konsumentinnen und Konsumenten ist somit weitestgehend gesättigt, während die Verbrauchergruppe der über 65-Jährigen noch wenig erschlossenen ist. Ein Marktpotenzial, das der IT-Industrie große Chancen eröffnet, doch bisher vernachlässigt wurde.
Linkliste:
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
bbw Marketing bringt jährlich die Studie Senioren-Trend-Märkte heraus.
Der Markt im Bereich Sicherheit wächst seit Jahren. Insgesamt setzte die Sicherheitsbranche in Deutschland 2007 etwa elf Milliarden Euro um. Allein der Umsatz des Bereichs elektronische Sicherheitstechnik, zu dem Brandschutzsysteme, Systeme zum Schutz vor Einbruch und Überfall sowie zur Videoüberwachung und Zutrittkontrolle zählen, stieg 2007 nach Angaben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. um 3,9 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro an. Für 2008 rechnet der Verband mit einem weiteren Plus von bis zu vier Prozentpunkten.
Besonders bei älteren Menschen, die einen Großteil ihres Tages in den eigenen vier Wänden verbringen, spielt das Gefühl der Sicherheit eine große Rolle. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass zu den insgesamt 49 Prozent der Deutschen, die sich für mehr Sicherheit im eigenen Zuhause interessieren, vor allem Verbraucherinnen und Verbraucher der Generation 60+ zählen. Dies zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa aus dem Jahr 2006.
Schon heute sichern rund 65 Prozent der Deutschen ihre Türen mit mechanischen Sicherungen wie beispielsweise einem Spezial-Schloss. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Alarmanlagen in deutschen Wohnungen und Häusern zwischen 1992 und 2005 verdoppelt. Die Bereitschaft, sich aktiv vor Dieben und Einbrechern zu schützen, nimmt zu, wie die europäische Kriminalitätsstudie „European Crime and Safety Survey“ belegt. Besonders interessant ist der Markt mit der Sicherheit jedoch zukünftig für den Fachhandel. Denn beim Kauf von Sicherheitstechnik setzen rund die Hälfte der Deutschen auf diesen anstelle von beispielsweise Baumärkten, so die Forsa-Umfrage.
Linkliste: Infos zum Thema finden Sie bei folgenden Branchenverbänden:
Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V., Fachverband Sicherheitssysteme
Bundesverband der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V. (BHE)
Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e.V. (BDWS):
Fachverband Schloss + Beschlagindustrie e.V.
Unter dem Motto „Nicht bei mir - Initiative für aktiven Einbruchschutz“ klären Branchenverbände gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes zum Schutz vor Einbruch, Überfall, Brand- und Gasgefahren auf.