Ausgabe 02 – März 2009

Inhaltsverzeichnis

Über die Initiative

Blitzumfrage Frühjahr 2009

Derzeit führt die Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) eine Blitzumfrage durch. Ziel der Umfrage ist es, ein Meinungsbild zu erhalten und die Bereiche zu erfragen, in denen sich die Kundengruppe der über 50-Jährigen mehr Angebote wünscht. Die Ergebnisse fließen in die Ausgestaltung der Aktivitäten der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ ein. (weiter)

Symposium „Wirtschaftspolitische Herausforderung des demografischen Wandels“ des Bundeswirtschaftsministeriums

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fand vom 26. bis 27. Februar 2009 in Berlin ein Symposium zum Thema „Wirtschaftspolitische Herausforderungen des demografischen Wandels“ statt. Die Veranstaltung diente dazu, die neuesten Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung zu den langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen des demografischen Wandels zu präsentieren und zu diskutieren. (weiter)

Erstes Fachforum zu „Wirtschaftsfaktor Alter“ findet am 11. Mai 2009 in Berlin statt

Im Fokus des ersten Fachforums der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ stehen die Schwerpunktthemen Wohnen, Mobilität und Dienstleistungen. Branchenübergreifend werden darüber hinaus die Themen Kundenansprache der Zielgruppe 50+, partizipative Produktentwicklung und Verbraucherschutz behandelt. Das Forum dient dem Austausch von Erfahrungen und Ideen und will den Dialog zwischen Wirtschaft, Expertinnen und Experten sowie älteren Verbraucherinnen und Verbrauchern stärken.  (weiter)

Für Unternehmen: innovative Produkte

Innovationswettbewerb zeichnet generationengerechte Produkte und Dienstleistungen aus

Gesucht wurden beim ersten Innovationswettbewerb „Das ist es! – Generationengerechte Produkte und Dienstleistungen“ der Samtgemeinde Artland Produkte und Dienstleistungen, welche für alte und junge Menschen gleichermaßen von Nutzen sind. Der sich dahinter verbergende Gedanke ist, dass die Bevölkerung zwar immer älter wird, aber auch aktiver sei und deshalb neue Bedürfnisse entstehen. Deshalb waren die Unternehmen in der Region gefragt, Ideen einzubringen, die für alle Altersklassen nutzbar und vor allen Dingen im Alltag bereichernd sind. (weiter)

Für Verbraucherinnen & Verbraucher: Wohnen

Bundesregierung startet Wettbewerb „Wohnen für (Mehr)Generationen“

Das gemeinschaftliche Wohnen von Menschen unterschiedlicher Generationen fördern und die Selbstständigkeit älterer Menschen stärken: Dies sind die Ziele des Wettbewerbs „Wohnen für (Mehr)Generationen – Gemeinschaft stärken, Quartier beleben“, den das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jetzt gestartet hat. Neben einem zinsgünstigen Darlehen von 100.000 Euro erhalten die Gewinner einen Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro. „Die Investitionen lohnen sich, denn sie tragen dazu bei, dass ältere Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen können“, sagt Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. (weiter)

Interview mit Ronny Schuldt, Seniorenberater der Wohnungsgenossenschaft LebensRäume Hoyerswerda eG.

Die Wohnungsgenossenschaft „LebensRäume Hoyerswerda eG.“ beteiligt sich an dem Modellprogramm „Neues Wohnen – Beratung und Kooperation für mehr Lebensqualität im Alter“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie hat ein Ausstellungszentrum für seniorengerechtes Wohnen eröffnet und beschäftigt einen Seniorenberater. (weiter)

Kurz vorgestellt

IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e. V.

Das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) versteht sich seit seiner Gründung 1968 als Kommunikationsplattform zwischen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft sowie Kultur und widmet sich aktuellen Fragestellungen zum Thema Design. Es fördert die Arbeit von Gestalterinnen und Gestaltern in der Mittlerrolle zwischen Produkten und Unternehmen sowie Konsumenten und stärkt das Designbewusstsein bei Verbraucherinnen und Verbrauchern und in der Wirtschaft. Da Design mehr bedeutet als nur „die gute Form“, setzt das IDZ durch Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen den Fokus auf verschiedene Aspekte der Gestaltung, informiert und diskutiert aktuelle Themen des Designs. (weiter)

Veranstaltungshinweise

Fachtagung: „Zukunft unternehmen – Wirtschaftsfaktor Alter“, 3. April 2009, Stuttgart (Baden-Württemberg)

Die Tagung soll erläutern, welches ökonomische Potenzial sich mit der Zielgruppe der „Generation 50plus“ verbindet und wie Unternehmen auf die älter werdende Gesellschaft in puncto Markt und Beschäftigung reagieren. Dazu stellt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn Ergebnisse einer neuen Studie vor. (weiter)

Messe: „die 66“, 24.04. bis 26.04.2009, München (Bayern)

Nach Angaben des Veranstalters handelt es sich hierbei um die bundesweit größte Ausstellungsmesse für ältere Generationen. Informiert wird über über Gesundheit und Wellness sowie Bewegung. Weitere Themenbereiche sind unter anderem: Tourismus & Reisen, Wohnen & Leben mit Service und Pflege, Finanzen & Sicherheit. (weiter)

Tagung: „Immobilien 2025: Die demografische Herausforderung“, 28.05.2009, Berlin

Auf der wissenschaftlichen Tagung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln werden die Ergebnisse einer neuen Studie zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Wohn- und Büroimmobilienmärkte vorgestellt. (weiter)

 

Inhalt

Über die Initiative

Blitzumfrage Frühjahr 2009

Derzeit führt die Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) eine Blitzumfrage durch. Ziel der Umfrage ist es, ein Meinungsbild zu erhalten und die Bereiche zu erfragen, in denen sich die Kundengruppe der über 50-Jährigen mehr Angebote wünscht. Die Ergebnisse fließen in die Ausgestaltung der Aktivitäten der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ ein.

Ein erstes Zwischenergebnis weist vor allem auf Defizite im Bereich „Handel und Dienstleistungen“ hin. Es mangelt an Angeboten wie beispielsweise spezieller Beratung. Die Umfrage läuft noch bis Ende März 2009. Teilnehmen kann jede Verbraucherin und jeder Verbraucher über 50 Jahre.

Zur Internetseite: www.wirtschaftsfaktor-alter.de

Zur Umfrage: www.wirtschaftsfaktor-alter.de/wa/umfrage

 

Symposium „Wirtschaftspolitische Herausforderung des demografischen Wandels“ des Bundeswirtschaftsministeriums

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fand vom 26. bis 27. Februar 2009 in Berlin ein Symposium zum Thema „Wirtschaftspolitische Herausforderungen des demografischen Wandels“ statt. Die Veranstaltung diente dazu, die neuesten Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung zu den langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen des demografischen Wandels zu präsentieren und zu diskutieren.

Inhaltliche Schwerpunkte der zweitägigen Veranstaltung waren zum einen der im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel entstehende Fachkräftebedarf und seine Auswirkungen auf die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Zum anderen die dadurch entstehenden erforderlichen Anpassungsprozesse auf Unternehmensebene, insbesondere im Bereich der mittelständischen Wirtschaft sowie der beruflichen Weiterbildung.

Anlässlich des Symposiums stellte der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, deutlich heraus: „Der demografische Wandel wirkt sich zunehmend auf unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und unseren Wohlstand aus. Die Wirtschaftspolitik muss diese Herausforderung offensiv annehmen, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nachhaltig zu sichern. Um das langfristige Wachstumspotenzial zu stärken, ist es absolut erforderlich, Chancen und Risiken des demografischen Wandels frühzeitig zu erkennen und Erfolg versprechende einzel- und gesamtwirtschaftliche Anpassungsstrategien zu identifizieren.“

So ging es thematisch im Panel I auch um „Wachstum und Fachkräftebedarf in langfristiger Perspektive“. Dort sprach unter anderem Prof. Dr. Michael Hüther (Institut der deutschen Wirtschaft, Köln) über „Langfristige wirtschaftliche Entwicklung und Fachkräftebedarf in Deutschland“. Das Panel II „Demografischer Wandel: Anpassungsprozesse auf Unternehmensebene“ widmete sich den Auswirkungen und Anpassungserfordernissen in der mittelständischen Wirtschaft, speziell dem Handwerk. Frau Dr. Ekaterina Kouli (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft, RKW) referierte unter anderem im dritten Panel „Demografischer Wandel: Beschäftigungsfähigkeit und berufliche Weiterbildung“ über „Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiter – Herausforderung für Unternehmenskultur und Personalentwicklung“.

Das Symposium wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Demographie (Arbeitskreis „Junge Demographie“) durchgeführt.

Externer Link zum Thema:

Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zum Kurzbericht über das Symposium.

Zur Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie: www.bmwi.de

 

1. Fachforum zu „Wirtschaftsfaktor Alter“ findet am 11. Mai in Berlin statt

Im Fokus des ersten Fachforums der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ stehen die Schwerpunktthemen Wohnen, Mobilität und Dienstleistungen. Branchenübergreifend werden darüber hinaus die Themen Kundenansprache der Zielgruppe 50+, partizipative Produktentwicklung und Verbraucherschutz behandelt. Das Forum dient dem Austausch von Erfahrungen und Ideen und will den Dialog zwischen Wirtschaft, Expertinnen und Experten sowie älteren Verbraucherinnen und Verbrauchern stärken. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Unternehmen, Verbände, die Wissenschaft sowie Verbraucher- und Seniorenorganisationen.

Zum Programm und zur Anmeldung des 1. Fachforums.  

 

Für Unternehmen: innovative Produkte

Innovationswettbewerb zeichnet generationengerechte Produkte und Dienstleistungen aus

Gesucht wurden beim ersten Innovationswettbewerb „Das ist es! – Generationengerechte Produkte und Dienstleistungen“ der Wirtschaftsagentur Artland Produkte und Dienstleistungen, welche für alte und junge Menschen gleichermaßen von Nutzen sind. Der sich dahinter verbergende Gedanke ist, dass die Bevölkerung zwar immer älter wird, aber auch aktiver sei und deshalb neue Bedürfnisse entstehen. Deshalb waren die Unternehmen in der Region gefragt, Ideen einzubringen, die für alle Altersklassen nutzbar und vor allen Dingen im Alltag bereichernd sind.

Fahrradfahren trotz Handicap. Ein neuartiges Fahrrad gewann den ersten Preis des Innovationswettbewerbs. Das Siegerprodukt, welches in Kooperation der Fachhochschule Bielefeld und dem Quakenbrücker Unternehmen PFAU-Tec entwickelte wurde, verbindet das Fahrgefühl eines Zweirads mit der Stabilität eines Dreirads. Das so genannte Neigedreirad soll somit älteren oder leicht behinderten Menschen, aber auch Menschen mit Gleichgewichtsproblemen, das Fahrradfahren deutlich erleichtern. Dotiert wurde der erste Platz mit 5.000 Euro.

 

Foto: Darstellung des von der Firma PFAU-Tec, Friedrich Schlüter und Achim Mustermann, entwickelten Dreirads in Kooperation mit der FH Bielefeld - Quelle: PFAU-Tec GmbH

Den zweiten Preis erhielt die Quakenbrücker Altstadtbäckerei Krogmann's für einen Einkauf- und Lieferservice in Kooperation mit einem Pflegedienst. Sieben Tage die Woche bringt der gemeinsam initiierte „Einkaufswagen“ Lebensmittellieferungen direkt zu den Kunden nach Hause und erleichtert dadurch besonders älteren Menschen, aber auch Familien oder Menschen die berufstätig sind, notwendige Einkäufe. Für die Idee der unterstützenden Dienstleistung erhielt die Bäckerei 3.000 Euro Preisgeld.

Mit dem dritten Preis wurde das Konzept für ein generationenübergreifendes Internetportal mit dem Namen „MQ plus im Artland“ ausgezeichnet. Die Idee für das Onlinemedium basiert auf dem bereits bestehenden regionalen Magazin „Marktplatz Quakenbrück“ und soll sich auf eine regionale Berichterstattung konzentrieren. Um die Leserinnen und Lesern jeden Alters einzubinden, sieht das Konzept vor, dass diese durch eigene Beiträge bei der Gestaltung mitwirken können. Die Auszeichnung wurde mit 1.000 Euro dotiert.

Die Jury vergab außerdem einen Sonderpreis für Wettbewerbsteilnehmer über 50 Jahre. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis bekam der Arbeitskreis „Seelische Not im Alter“, der das Konzept „Aktive für andere – gegenseitige Bürgerhilfe Artland“ entwickelte.

Die preisgekrönten Produkte und Dienstleistungen zeigen, dass generationengerechte Produkte und Dienstleistungen vor allem eins sein müssen: funktional. Das bescheinigte auch die Expertenjury, die aus Thomas Bade, Geschäftsführer von Universal Design e. V. aus Hannover, Mario Leupold, Geschäftsführer des Innovationsnetzwerks Niedersachsen aus Hannover, und Delia Balzer von der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag bestand.

Der Innovationswettbewerb ist ein Baustein des Entwicklungskonzeptes „Artland aktiv“ des Gemeindeverbandes Artland. Ziel dieses Konzeptes ist es, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen des demografischen Wandels für den Wirtschaftsstandort zu nutzen und Unternehmen für das Thema zu sensibilisieren.

Externer Link zum Thema:

Internetseite zum Innovationswettbewerb

 

 

Für Verbraucherinnen & Verbraucher: Wohnen

Bundesregierung startet Wettbewerb „Wohnen für (Mehr)Generationen“

Das gemeinschaftliche Wohnen von Menschen unterschiedlicher Generationen fördern und die Selbstständigkeit älterer Menschen stärken: Dies sind die Ziele des Wettbewerbs „Wohnen für (Mehr)Generationen – Gemeinschaft stärken, Quartier beleben“, den das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jetzt gestartet hat. Neben einem zinsgünstigen Darlehen von 100.000 Euro erhalten die Gewinner einen Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro. „Die Investitionen lohnen sich, denn sie tragen dazu bei, dass ältere Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen können“, sagt Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Insgesamt können rund 100 Wohngemeinschaften gefördert werden, und zwar sowohl Projekte zwischen Jung und Alt als auch Projekte nur für die älteren Generationen. Die Wohngemeinschaften sollen Platz für mindestens vier und höchstens 16 Personen bieten. Beteiligen kann sich jeder, der ein Gebäude für eine Seniorenwohngemeinschaft kauft oder neu baut und selbst darin wohnen möchte. Die Auswahl der Gewinner erfolgt nach folgenden Kriterien: gute und zentrale Lage, Barrierefreiheit, überzeugendes Nutzungskonzept sowie Kooperation mit Organisationen im näheren Umfeld. Die Antragsunterlagen sind bei den Banken oder Sparkassen vor Ort einzureichen. Darlehensgeberin ist die KfW Förderbank. Der Wettbewerb läuft bis zum 31. Mai 2009.

Der Wettbewerb ist Teil eines Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Verbesserung der Wohnsituation älterer Menschen, zu dem auch das Modellprogramm „Neues Wohnen – Beratung und Kooperation für mehr Lebensqualität im Alter“ gehört. Das Modellprogramm zielt darauf, die Lebens- und Wohnqualität älterer Menschen zu verbessern, neue Formen der Information und Beratung zu erproben sowie ein überregionales Netzwerk „Wohnen im Alter“ aufzubauen.

Weitere Informationen zum Thema:

Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Externer Link zum Thema:

Internetseite der KfW mit Darstellung des Wettbewerbs

 

Interview mit Ronny Schuldt, Seniorenberater der Wohnungsgenossenschaft LebensRäume Hoyerswerda eG.

Die Wohnungsgenossenschaft „LebensRäume Hoyerswerda eG.“ beteiligt sich an dem Modellprogramm „Neues Wohnen – Beratung und Kooperation für mehr Lebensqualität im Alter“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie hat ein Ausstellungszentrum für seniorengerechtes Wohnen eröffnet und beschäftigt einen Seniorenberater.

Im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben, wünschen sich fast alle Menschen. Doch viele Wohnungen sind für ältere Menschen, die mit altersbedingten Einschränkungen leben, ungeeignet. Welche Hilfe können Sie hier leisten?

Als Seniorenberater entwickle ich gemeinsam mit einem Komfortmanager Ideen für eine individuelle und altersgerechte Wohnraumgestaltung. An erster Stelle steht dabei der Badbereich: 85 Prozent aller Umbaumaßnahmen betreffen das Bad. Hier sorgen ebenerdige Duschen, flache Badewannen und Haltegriffe für mehr Komfort und Sicherheit. Aber auch die Beseitigung von Stufen und Stolperfallen ist wichtig, zum Beispiel beim Betreten des Balkons. Selbst kleine Maßnahmen wie das gezielte Anbringen von Griffen an verschiedenen Stellen in der Wohnung können eine große Hilfe darstellen. Da die Zahl Alleinlebender im Alter zukünftig stark ansteigen wird, werden Sicherheitsmaßnahmen wie Hausnotrufsysteme noch mehr an Bedeutung gewinnen. Damit wir stets über die neuesten seniorengerechten Produkte informiert sind, bauen wir ein Firmennetzwerk auf und arbeiten mit geeigneten Firmen zusammen.

Können Seniorinnen und Senioren finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie ihre Wohnung umbauen wollen?

Wenn es sich um eine Sanierungsmaßnahme handelt, übernimmt die Genossenschaft einen Teil der Kosten. Ansonsten gibt es die Möglichkeit, ein zinsgünstiges Darlehen von der Genossenschaft zu erhalten oder eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Wer pflegebedürftig ist und vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen in eine Pflegestufe eingestuft ist, erhält einmalig bis zu 2.500 Euro für die „Verbesserung des Wohnumfeldes“ von seiner Krankenkasse. Hier hilft der Seniorenberater bei der Antragstellung. Richtig ist aber, dass ein Großteil der Umbaukosten von den Mieterinnen und Mietern selbst getragen werden muss.

Die Unterstützung beim Umbau von Wohnungen ist aber nur ein Teil Ihrer Arbeit. Worin bestehen weitere Aufgaben eines Seniorenberaters?

Ein weiteres Aufgabenfeld betrifft den Bereich Soziales. Damit die Seniorinnen und Senioren nicht vereinsamen, wollen wir das Gemeinschaftsleben fördern. So wurden in Zusammenarbeit mit einem Nachbarschaftshilfeverein Freizeitangebote geschaffen. Über die Arbeiterwohlfahrt werden Beratungs- und Betreuungsleistungen vermittelt. Außerdem bietet die Wohngenossenschaft „LebensRäume Hoyerswerda eG.“ Begegnungsstätten für Alt und Jung, wie einen Familienpark und ein Mehrgenerationenhaus. Dieses Netzwerk soll weiter aufgebaut werden. Als weitere Aufgabe kommt die Öffentlichkeitsarbeit hinzu, damit die Leute möglichst frühzeitig erfahren, dass und wo sie Hilfe bekommen.

Nicht alle Wohnungsgesellschaften haben einen Seniorenberater – wo finden ältere Menschen noch Hilfe?

Zunächst einmal ist unser Ausstellungszentrum, das in den vergangenen zwei Jahren rund 2.500 Besucherinnen und Besucher hatte, für alle Interessierten offen, nicht nur für Genossenschaftsmitglieder. Außerdem kann man sich an den Seniorenbeirat seiner Stadt oder an Seniorenbüros wenden. Viele ältere Menschen leben allein und haben auch keine Kinder in der Nähe. Um sie müssen wir uns kümmern, damit sie bis zum Lebensende in ihrer Wohnung bleiben können.

Weitere Informationen zur Wohnungsgenossenschaft LebensRäume Hoyerswerda eG. finden Sie unter: www.lebensraeume-hy.de

 

 

Kurz vorgestellt

IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e. V.

Das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) versteht sich seit seiner Gründung 1968 als Kommunikationsplattform zwischen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft sowie Kultur und widmet sich aktuellen Fragestellungen zum Thema Design. Es fördert die Arbeit von Gestalterinnen und Gestaltern in der Mittlerrolle zwischen Produkten und Unternehmen sowie Konsumenten und stärkt das Designbewusstsein bei Verbraucherinnen und Verbrauchern und in der Wirtschaft. Da Design mehr bedeutet als nur „die gute Form“, setzt das IDZ durch Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen den Fokus auf verschiedene Aspekte der Gestaltung, informiert und diskutiert aktuelle Themen des Designs.

Im Rahmen der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird beim IDZ das „Kompetenznetzwerk Universal Design“ aufgebaut. Es richtet sich an Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Gestalterinnen und Gestalter, aber auch an Nutzerinnen und Nutzer von Dienstleistungen und Produkten. Um das Thema einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wurde eine Wanderausstellung mit begleitender Publikation konzipiert. Die Ausstellung „Universal Design: Unsere Zukunft gestalten“ wurde im November 2008 im IDZ eröffnet und wird bis 2010 bundesweit als Wanderausstellung zu sehen sein. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt innerhalb des Projektes bildet der Aufbau einer Datenbank, mit dem Ziel, Kontakte, Informationen, Ideen, Kompetenzen und Wissen rund um das Thema „Universal Design“ zusammenzuführen.

Weitere Informationen zum Internationalen Design Zentrum Berlin finden Sie unter: www.idz.de

Die Ausstellungstermine finden Sie auch unter: www.wirtschaftsfaktor-alter.de/wa/kalender

 

Veranstaltungshinweise

Fachtagung: „Zukunft unternehmen – Wirtschaftsfaktor Alter“, 3. April 2009, Stuttgart (Baden-Württemberg)

Die Tagung soll erläutern, welches ökonomische Potenzial sich mit der Zielgruppe der „Generation 50plus“ verbindet und wie Unternehmen auf die älter werdende Gesellschaft in puncto Markt und Beschäftigung reagieren. Dazu stellt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn Ergebnisse einer neuen Studie vor. Zur Einführung hält Prof. Ursula Lehr, Bundesministerin a. D., Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, einen Vortrag zum Thema „Chancen der Zukunft: der ältere Mensch als Verbraucher und Arbeitnehmer“. Es handelt sich hierbei um eine gemeinsame Fachveranstaltung des RKW Kompetenzentrums, des Instituts für Mittelstandsforschung und der Handwerkskammer Region Stuttgart. Weitere Informationen und die Anmeldung erhalten Sie unter: www.hwk-stuttgart.de/aktuell_zukunftsforum030409_16714.shtml#Anmeldung

 

Messe: „die 66“, 24.04.2009 bis 26.04.2009, München (Bayern)

Nach Angaben des Veranstalters handelt es sich hierbei um die bundesweit größte Ausstellungsmesse für ältere Generationen. Informiert wird über Themen zu Gesundheit und Wellness sowie Bewegung. Weitere Themenbereiche sind unter anderem: Tourismus & Reisen, Wohnen & Leben mit Service und Pflege, Finanzen & Sicherheit. Die Vortragsthemen und Workshops sind an die vielfältigen Wünsche und Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher angepasst. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.die-66.de

 

Tagung: „Immobilien 2025: Die demografische Herausforderung“, 28.05.2009, Berlin

Auf der wissenschaftlichen Tagung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln werden die Ergebnisse einer neuen Studie zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Wohn- und Büroimmobilienmärkte vorgestellt. Dabei werden Nachfragetrends für die größten 125 deutschen Städte aufgezeigt. Darüber hinaus sollen unter anderem folgende Fragen diskutiert werden: Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf die Bauaktivität? Wie können sich Wohnungsunternehmen an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen? Welche Chancen bietet der demografische Wandel der Immobilienwirtschaft? Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.iwkoeln.de