
Über die Initiative
Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“: Das erste Jahr war ein Erfolg
Seit März 2010 werden mit dem bundesweiten Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ Einzelhändler in ganz Deutschland ausgezeichnet. Über 700 Einzelhändler sind bereits zertifiziert und werben mit dem Qualitätszeichen für ihre generationenfreundlichen Serviceleistungen und Angebote. So gibt es mittlerweile in allen Bundesländern Geschäfte, an deren Eingangstüren oder Schaufenstern die Auszeichnung zu finden ist. „Unser Ziel war und ist es, mit dem Qualitätszeichen ein klares Signal zu setzen und den gesamten Handel fit für die Zukunft zu machen“, sagt Monika Dürrer, Geschäftsführerin beim Handelsverband Deutschland (HDE) – Der Einzelhandel, und ergänzt: „Der überaus erfolgreiche Start zeigt, dass wir bereits nach einem Jahr auf einem guten Weg sind. Einzelhändler interessieren sich immer stärker für den demografischen Wandel. Sie haben erkannt, dass sie sich auf veränderte Erwartungen und Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden einstellen müssen. Wer hier als Erstes reagiert, sichert sich einen echten Wettbewerbsvorteil.“
Kriterien des Qualitätszeichens und Prüfungsmodalitäten bei der Vergabe
Für das Qualitätszeichen werden Einzelhändler anhand eines Kriterienkatalogs durch geschulte Testerinnen und Tester geprüft. Wird der Test mit ausreichender Punktzahl bestanden, wird das Qualitätszeichen für drei Jahre verliehen. Danach ist eine erneute Prüfung notwendig. Die erfolgreich geprüften Einzelhändler erhalten ein Zertifikat und können mit einem Aufkleber an der Eingangstür oder am Schaufenster gegenüber ihren Kundinnen und Kunden signalisieren, dass sie erfolgreich zertifiziert wurden.
Entwickelt wurde das Qualitätszeichen gemeinsam vom HDE und von der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ sowie von weiteren Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Verbraucherseite. Die Zertifizierung der Geschäfte erfolgt durch die Landes- und Regionalverbände des HDE. Eigens hierfür geschulte Testerinnen und Tester überprüfen die Einzelhandelsgeschäfte anhand bundesweit einheitlicher Kriterien wie Leistungsangebot, Zugangsmöglichkeiten, Ausstattung der Geschäftsräume und Service. Die Auswertung der Fragebögen erfolgt jedoch an zentraler Stelle über eine Datenbank beim HDE in Berlin. Das Ergebnis wird zurück an den Verband vor Ort gegeben, dieser informiert dann den Einzelhändler. Bei den ersten Einzelhändlern, die in einem Bundesland oder einer Region diese Auszeichnung erworben haben, war das Medienecho sehr groß. „Günstiger kann man als Einzelhändler kaum auf sich aufmerksam machen“, so Monika Dürrer.
Ob ein Geschäft bereits die wichtigsten Kriterien für eine Zertifizierung erfüllt, lässt sich vorab durch einen Schnelltest im Internet herausfinden.
Ausführliche Informationen zum Qualitätszeichen finden Sie unter: www.generationenfreundliches-einkaufen.de

„Generationenfreundlichkeit muss zu einer Selbstverständlichkeit in Deutschland werden“
Vor einem Jahr haben Sie den Startschuss für das Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ gegeben. Wie sehen Sie die Entwicklung seither?
Das Qualitätszeichen wird sehr gut angenommen – und das freut mich natürlich. Wir müssen uns immer wieder klar machen, dass die älteren Menschen in den nächsten Jahren zu der prägenden Käufergruppe in Deutschland werden. Darauf sollten sich die Unternehmen einstellen und anfangen, die Wünsche dieser Konsumentinnen und Konsumenten ernst zu nehmen. Viele haben das bereits begriffen und nutzen die Chance. Bereits heute gibt es in jedem Bundesland Einzelhändler, die mit dem Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ darauf hinweisen, dass Geschäft und Service auf Kundinnen und Kunden jeden Alters ausgerichtet sind. Denn alles, was Älteren oder Menschen mit Behinderung den Einkauf erleichtert, kommt ja auch den anderen Kundinnen und Kunden zu Gute.
Warum spielt das Thema für den Einzelhandel eine besondere Rolle?
Einkaufen müssen wir ja alle, das ist Teil unseres Alltags. Generationenfreundlichkeit bedeutet Kundenfreundlichkeit – ganz gleich ob ein Dreißig- oder ein Siebzigjähriger in den Laden kommt, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen im Rollstuhl. Es geht darum, den Einkauf für alle Generationen zu erleichtern. Als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist mir das Thema deshalb sehr wichtig. Gleichzeitig ist das Qualitätszeichen für Einzelhändler ein wichtiges Instrument, um für das eigene Geschäft zu werben und Kundinnen und Kunden für sich zu gewinnen. Kurz: Von Generationenfreundlichkeit profitieren alle!
Über 700 Einzelhändler bundesweit sind bereits zertifiziert. Ist Deutschland damit ein Stück generationenfreundlicher geworden?
Ja, denn das Qualitätszeichen hat ganz klar eine Signalwirkung. Gemeinsam mit dem Einzelhandelsverband machen wir auf das Thema aufmerksam und werben für die Teilnahme am Qualitätszeichen. Wir haben schon viel erreicht, aber natürlich wollen wir, dass sich noch mehr Einzelhändler dem Thema annehmen. Generationenfreundlichkeit soll und muss zu einer Selbstverständlichkeit in Deutschland werden.
Neuer Themenschwerpunkt „Arbeitswelt“ auf der Website www.wirtschaftsfaktor-alter.de
Der neue Themenschwerpunkt „Arbeitswelt“ auf der Website www.wirtschaftsfaktor-alter.de bündelt zukünftig Informationen, Studien und gute Beispiele mit dem Fokus auf eine altersgerechte Personalpolitik und deren Chancen für die Wirtschaft.
Im Rahmen des Themenschwerpunkts wurde im Auftrag der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ von der Gesellschaft für Konsumforschung Nürnberg die Studie „Altersbilder in Unternehmen aus Sicht von Personalverantwortlichen und älteren Beschäftigten“ durchgeführt und veröffentlicht. Die zentralen Ergebnisse finden sich aufbereitet im neuen Folder „Fachkräftemangel: Ältere Beschäftigte bieten neue Potenziale“. Neben konkreten Zahlen aus der Studie beinhaltet der Folder ein Experteninterview und mehrere gute Unternehmensbeispiele aus der Praxis, die zeigen, welche Kompetenzen ältere Beschäftigte mitbringen und wie ungenutzte Potenziale erfolgreich erschlossen werden können.
Der Folder „Fachkräftemangel: Ältere Beschäftigte bieten neue Potenziale“ steht im neuen Themenschwerpunkt „Arbeitswelt“ zum Herunterladen bereit. Zudem wird eine Kurzfassung der Studie in Kürze dort zu finden sein.

Fachtagung „Wirtschaftsfaktor Alter – Chancen für Industrie, Handel und Dienstleistung“ in Essen
Im Fokus der Veranstaltung standen die Fragen, wie können Unternehmen die Potenziale des demografischen Wandels nutzen, welche Erwartungen haben ältere Menschen an Produkte und Dienstleistungen und welche Personalmaßnahmen können die Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern.
Begrüßt wurden die Gäste durch Jutta Kruft-Lohrengel, Vizepräsidentin der IHK zu Essen, Ministerialdirektor Dieter Hackler, Abteilungsleiter Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Engagementpolitik im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Natalia Fedossenko, Abteilungsleiterin Pflege, Alter, Demografische Entwicklung im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.
Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft referierten über Chancen und Lösungswege für Industrie, Handel und Dienstleistungen. Zur Eröffnung der Fachtagung zeigte Prof. Dr. Gerhard Naegele vom Institut für Gerontologie an der TU Dortmund in seinem Impulsreferat auf, welches Potenzial ältere Menschen sowohl als Kundinnen und Kunden als auch als Beschäftigte haben.
Über betriebliche Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von alternden Belegschaften in Unternehmen sprach Prof. Dr. med. Michael Falkenstein vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. Wie Betriebe vom Wissenstransfer zwischen Jung und Alt profitieren können, verdeutlichte abschließend Matthias Kraemer von der Schürmann Spannel AG in Bochum.
Außerdem stellte Astrid Vogell von der Galeria Kaufhof in Wesel das bundesweite Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ vor, das gemeinsam von „Wirtschaftsfaktor Alter“ und dem HDE entwickelt wurde.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Rolf G. Heinze, dem geschäftsführenden wissenschaftlichen Direktor des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung an der Ruhr-Universität Bochum.
Informationen über weitere Veranstaltungen zu diesem Thema finden Sie unter: www.wirtschaftsfaktor-alter.de/wa/kalender.html
Fachtagung „Wertschöpfung durch Kooperation“ in Köln
Der demografische Wandel beflügelt den Gesundheitstourismus und eröffnet Anbieterinnen und Anbietern sowie Regionen neue Perspektiven mit branchenübergreifenden Netzwerken und Kooperationen. Für die regionale Fachtagung „Wertschöpfung durch Kooperation“ von „Wirtschaftsfaktor Alter“ kooperierten die IHK Köln, das RKW Kompetenzzentrum und der Dienstleister skdemographic. Die Referentinnen und Referenten gaben Impulse und stellten gute Praxisbeispiele aus den Bereichen „Komfort und Sicherheit“, „Sport, Erholung und Gesundheit“ sowie „Vernetzung in der Region“ vor. Die wichtigsten Ergebnisse stehen zum Nachlesen in der Dokumentation „Wertschöpfung durch Kooperation“. Diese kann hier heruntergeladen werden.
Wer sich in der Region Köln vernetzen möchte, kann sich an Christiane Schwager von skdemographic wenden. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0221/242345 oder per E-Mail: schwager(at)skdemographic.com.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher
„Zukünftig werden uns immer mehr Roboter im Alltag unterstützen“
Wie können „smarte“ Assistenzsysteme Menschen im Alter helfen, ihren Alltag selbstständig zu meistern?
Technische Assistenzsysteme tragen dazu bei, dass ältere Menschen länger ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen können. So ist zum Beispiel eine Fernüberwachung der Gesundheit mittels Technik möglich. Mithilfe von medizinischen Sensoren am Körper der Patientin oder des Patienten können lebenswichtige Daten wie Blutdruck, Puls und EKG an ein telemedizinisches Zentrum, ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis übertragen und dort gespeichert und bewertet werden. Darüber hinaus bieten technische Systeme die Möglichkeit, dass im Notfall automatisch Hilfe angefordert wird. So bleibt die Sicherheit in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter gewährleistet.
Welche Produkte sind für den Alltag älterer Menschen besonders geeignet?
Das sind zum Beispiel Produkte, die die Personen nicht aktiv bedienen müssen, sondern die durch bestimmte Bewegungen aktiviert werden. So kann zum Beispiel ein intelligenter Fußboden automatisch das Licht einschalten, wenn man nachts ins Bad will. Und im Fall eines Sturzes kann er darüber hinaus auch automatisch einen Notruf auslösen. Ebenso finden Roboter für den Haushalt wie beispielsweise Wischroboter immer mehr Akzeptanz.
An wen können sich interessierte Seniorinnen und Senioren wenden, wenn sie technische Assistenzsysteme in ihrem Haushalt nutzen möchten?
Wir haben mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Innovationspartnerschaft zur Stärkung des Bereichs „Ambient Assisted Living“ gegründet und Informationen zu Anbietern zusammengestellt. Diese finden Interessierte unter: www.innovationspartnerschaft.de.
Wie sieht ein Haushalt im Jahr 2050 aus?
Zukünftig werden uns immer mehr Roboter im Alltag hinsichtlich Gesundheit, Sicherheit und Komfort unterstützen. Die Wohnungen und Häuser werden künftig mehr und mehr vernetzt sein. Dies bedeutet, dass die Geräte untereinander kommunizieren und auch in Netzwerke außerhalb des jeweiligen Hauses eingebunden sein werden.
Neue Broschüre bietet Orientierung für den Übergang in den Ruhestand
Viele Menschen sehen dem Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand mit Sorge und Unruhe entgegen. Der neue Lebensabschnitt bringt viele Veränderungen mit sich. Wer sich aber rechtzeitig damit auseinandersetzt, kann diese Phase aktiv gestalten und im Alter noch einmal durchstarten. Wie das funktionieren kann, zeigt die Broschüre „Mitten im Leben – auch nach dem Beruf!“. Die Broschüre verdeutlicht, wie die Weichen für ein erfülltes Leben im Ruhestand richtig gestellt werden, welche Herausforderungen warten und welche Möglichkeiten der Beschäftigung sich für ältere Menschen bieten. Zusammenfassend gibt sie wichtige Tipps zur bewussten und aktiven Vorbereitung auf den Ruhestand und für einen guten Start in die neue Lebensphase.
Herausgegeben wurde die Broschüre von der Deutschen Seniorenliga e. V., gefördert wurde sie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Bestellt werden kann sie per Mail: info(at)deutsche-seniorenliga.de oder auf den Internetseiten der Deutschen Seniorenliga.
Für Unternehmen
Die Hansgrohe AG – mit MUMM den demografischen Wandel meistern
Der Schwarzwälder Armaturenhersteller Hansgrohe wurde im Dezember 2010 für sein Projekt MUMM – „Miteinander Und Motiviert Mitmachen“ – mit dem Internationalen Preis für innovative Arbeitgeber 2010 ausgezeichnet. Der Preis honoriert das Engagement des Unternehmens für Beschäftigte der Generation 50 plus.
Die Hansgrohe AG hat die Herausforderung, die der demografische Wandel in den kommenden Jahren für die Wirtschaft mit sich bringen wird, rechtzeitig erkannt: Eine unternehmensinterne Altersstrukturanalyse ergab, dass in nur zehn Jahren der Anteil der über 50-Jährigen bei dem Armaturenhersteller von heute 21 Prozent der Belegschaft auf rund 50 Prozent deutlich ansteigen wird. Mit MUMM hat der Unternehmensvorstand auf diese Entwicklung reagiert. „Mit diesem Projekt setzen wir uns aktiv für die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. MUMM ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur“, sagt Florian Schoof, Gesundheitsmanager bei Hansgrohe und Leiter des Projekts.
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit Vorträgen, Vorsorgeuntersuchungen und Ernährungsberatungen sorgt dafür, dass die Beschäftigten jenseits der 50 plus gesund und leistungsfähig bleiben. Flexible Arbeitszeitmodelle, ein spezielles Weiterbildungsprogramm und der Wissenstransfer zwischen den Generationen bilden einen weiteren Schwerpunkt des Projekts. So will die Hansgrohe AG auch die jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ins Boot holen.
„Mit MUMM sind wir gut für die Herausforderungen des demografischen Wandels im eigenen Unternehmen gerüstet und können unsere Wettbewerbsfähigkeit sogar verbessern“, erklärt Florian Schoof die Zielsetzung des Projekts. Dieses entstand nicht auf dem Papier, sondern unter aktiver Beteiligung der älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So organisiert die Hansgrohe AG seit 2004 jedes Jahr ein Welcome-Meeting für alle Beschäftigten, die 50 geworden sind, und schafft damit einen Rahmen, in dem diese offen über ihre persönliche Arbeitssituation sprechen, Wünsche äußern und Verbesserungsvorschläge machen können. Diese fließen dann in die Weiterentwicklung von MUMM ein.
Die Anstrengungen lohnen sich. Denn die Fluktuation bei dem Armaturenhersteller im Schwarzwald ist gering. So bleibt das Wissen der Älteren im Unternehmen und man profitiert von ihrem großen Erfahrungsschatz. Gute Voraussetzungen für die Zukunft.

„Tourismus 50plus“: Neuer Leitfaden gibt praxisnahe Tipps für Tourismusanbieter
Ältere Menschen reisen gern und häufig, bleiben länger und geben durchschnittlich mehr Geld im Urlaub aus. Um die Wünsche der älteren Gäste erfüllen zu können, sollten Anbieter aus allen Bereichen des Tourismus deren Bedürfnisse kennen und ihre Angebote dementsprechend anpassen. Eine Hilfestellung bietet hierbei der Leitfaden „Tourismus 50plus: Anforderungen erkennen – Wünsche erfüllen“ von „Wirtschaftsfaktor Alter“. Er zeigt unter anderem, welche Ansprüche ältere Reisende im Vergleich zu anderen Zielgruppen haben und wie sie angesprochen werden möchten. Außerdem enthält der Leitfaden Informationen zum Thema Barrierefreiheit. Anschauliche Praxisbeispiele ergänzen die Hinweise und Tipps.
In den Leitfaden mit eingeflossen sind die Ergebnisse aus einem vom RKW Kompetenzzentrum organisierten Arbeitskreis mit Fachleuten der Tourismuswirtschaft aus Ministerien, Tourismusorganisationen, Verbänden, Kammern, Wissenschaft und Unternehmen. Herausgegeben wird der Leitfaden vom RKW Kompetenzzentrum, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, dem Deutschen Tourismusverband und der Deutschen Zentrale für Tourismus. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich und kann unter der Telefonnummer 06196/4953223 beim RKW Kompetenzzentrum bestellt oder hier heruntergeladen werden.
Rückblick auf die Fachtagung „Altersgerechte Beschäftigung – Die Arbeitswelt im Fokus der demografischen Entwicklung“
Im Rahmen des Projekts „Pluspunkt Erfahrung: Ein Gewinn für alle“ hat am 29. März im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin die Fachtagung „Altersgerechte Beschäftigung – Die Arbeitswelt im Fokus der demografischen Entwicklung“ stattgefunden. Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über die Möglichkeiten und Bedingungen, wie ältere Menschen für den Arbeitsmarkt attraktiv bleiben können. Außerdem präsentierten sie Erkenntnisse aus dem Sechsten Altenbericht der Bundesregierung, erläuterten Kompetenzanforderungen an Beschäftigte und stellten Beispiele alterssensibler Personalpolitik vor.
Die Fachtagung war die Abschlussveranstaltung des Projekts „Pluspunkt Erfahrung: Ein Gewinn für alle“, das vom Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e. V. in Kooperation mit dem Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel (HDE) getragen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde.
Zur Fachtagung ist auch eine Broschüre mit dem Titel „Potenziale für die Arbeitswelt nutzen – Wie Unternehmen und ältere Beschäftigte profitieren“ erschienen. Sie informiert über alterssensible Personalpolitik und gezielte Weiterbildung älterer Fachkräfte. Die Broschüre kann unter www.arbeitundleben.de heruntergeladen oder alternativ sowohl per E-Mail an: bildung(at)arbeitundleben.de als auch telefonisch unter 0202/ 97404-12 bestellt werden.

Schon gewusst …
Schon gewusst?
Pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter können Unternehmen bis zu 500 Euro jährlich für gesundheitsfördernde Maßnahmen steuerlich absetzen. Förderfähig sind vor allem präventive Maßnahmen, so beispielsweise Bewegungsprogramme am Arbeitsplatz oder Angebote zur gesundheitsgerechten Ernährung wie ein „Vital-Menü“ in der Betriebskantine. Darüber hinaus werden auch Maßnahmen zur besseren Stressbewältigung und zur Suchtprävention unterstützt.
Aufgrund der alternden Gesellschaft und des zunehmenden Arbeitskräftemangels wird es für deutsche Unternehmen immer wichtiger, sich um ihre Beschäftigten zu kümmern und dafür zu sorgen, dass diese langfristig körperlich gesund und leistungsfähig bleiben. Dennoch macht bisher nur ein Drittel der 1.000 größten deutschen Unternehmen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein umfassendes Angebot zu Gesundheitsförderung und Vorsorge. Und das, obwohl es sich betriebswirtschaftlich auszahlt. Denn langfristig übersteigt der Nutzen die Kosten bei Weitem: Beschäftigte sind nicht nur länger arbeitsfähig im Unternehmen, sondern auch motivierter und produktiver. Zudem wirken sich präventive Maßnahmen auch auf die Zahl der Arbeitsausfälle positiv aus.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Veranstaltungshinweise
Vorankündigung: Fachtagung zum Thema „Reife Kundinnen und Kunden begeistern“
Welche Anforderungen an Konsumgüter ältere Kundinnen und Kunden stellen und wie die Angebote am besten an die Frau und den Mann über 50 gebracht werden können – das erfahren die Besucher der Fachtagung von „Wirtschaftsfaktor Alter“ am 5. Mai in Magdeburg. Gute Praxisbeispiele zeigen, was ältere von jüngeren Konsumentinnen und Konsumenten unterscheidet, worauf sie besonderen Wert legen und wie sie angesprochen werden möchten. Außerdem soll darüber diskutiert werden, welche Kompetenzen die eigenen Beschäftigten für die veränderte Kundschaft mitbringen sollten.
Weitere Informationen erhalten Sie über Julia Kreth vom RKW Kompetenzzentrum unter der Telefonnummer 06196/4953223 und per E-Mail an: kreth(at)rkw.de.
Das Programm und die Anmeldmöglichkeit finden Sie hier.
Vorankündigung: Tagungen zum Thema „Ältere Beschäftigte“
Viele kleinere Unternehmen haben die Notwendigkeit, sich mit dem demografischen Wandel im eigenen Betrieb zu befassen, noch nicht erkannt. Am 18. Mai in Lübeck und am 19. Mai in Kiel laden das RKW Kompetenzzentrum und die örtliche IHK deshalb Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich ein, um mit ihnen Maßnahmen zu diskutieren, wie sie ihre älteren Beschäftigten fit und leistungsfähig halten können. In Vorträgen, Diskussionen und guten Beispielen aus der Praxis geht es um Arbeitsgestaltung, Wissensbewahrung und Weiterbildung sowie das Thema Gesundheitsmanagement.
Weitere Informationen erhalten Sie über Ulrike Heitzer-Priem vom RKW Kompetenzzentrum unter der Telefonnummer 06196/4952810 und per E-Mail an: heitzer(at)rkw.de.

