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Arbeitswelt28.06.2011

Fachkräftemangel: Bundesregierung setzt auf ältere Menschen

Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts stieg die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen zwischen 2000 und 2009 von 37 Prozent auf 56 Prozent – so stark wie in keiner anderen Altersgruppe.  Auch nach Erreichen des 65. Lebensjahres waren in Deutschland noch vier Prozent der Bevölkerung im Berufsleben.

Im Zuge des wachsenden Fachkräftemangels will die Bundesregierung den Anteil der über 55-Jährigen erwerbstätigen Menschen jedoch weiter steigern, von heute rund 56 Prozent auf 60 Prozent. Das zeigt das Konzept „Fachkräftesicherung – Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung“.  Das Arbeitskräftepotenzial liegt dabei auf der Hand: Denn Deutschland hat die älteste Bevölkerung der EU. Der Anteil der über 65-Jährigen betrug Ende 2009 fast 21 Prozent. 

Die meisten 55- bis 64-Jährigen Berufstätigen gibt es im EU-Vergleich in Schweden. Während die Quote in der EU insgesamt bei 46 Prozent liegt, sind es dort 70 Prozent.

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