Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Wettbewerb27.11.2008

Gut gestaltete Produkte erhöhen die Lebensqualität älterer Menschen. Deshalb fördert des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ bundesweite Nachwuchswettbewerbe an Design-Hochschulen. Unter dem Titel „von Kopf bis Fuß …tägliche Begleiter für Alt und Jung“ waren Produkte gefragt, die für alle Generationen attraktiv sind und den Alltag von Alt und Jung erleichtern. Der Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Bundesministerin Ursula von der Leyen möchte angehende Designerinnen und Designer für die zunehmende Alterung der Gesellschaft und die Bedürfnisse älterer Menschen sensibilisieren.
„Immer mehr Ältere stehen immer weniger Jüngeren gegenüber – diese Entwicklung wird Wirtschaft und Industrie, aber auch Design und Architektur beeinflussen,“ so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, anlässlich der Preisverleihung am 26. November 2008. „Die innovativen Wettbewerbsbeiträge zeigen, wie man das Alltagsleben für alle Generationen noch besser gestalten kann. Industrie und Handel sollten diese Ideen aufnehmen und stärker auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen.“
Eine unabhängige Jury wählte unter den 117 Einsendungen aus 19 Hochschulen die Gewinnerinnen und Gewinner aus dem ganzen Bundesgebiet aus.
Jury: Prof. Franco Clivio (Gestalter), Claudia Gaspar (GfK Nürnberg), Eberhard Gebauer (Kaufhof Warenhaus AG), Alexander Grots (gravity/ehem. IDEO), Cordula Tutt (Focus), Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Lehr (Wissenschaftlerin, Bundesministerin a. D.) und Jürgen Nadler (Stiftung Warentest)

Quelle: UdK
Der erste Preis geht an die Gruppenarbeit „Teilen“. Preisträger sind Eva Feldkamp, Hannes Geipel, Michel Giesbrecht, Milena Kling, Theresa Lusser und Lisa Weiss von der Universität der Künste Berlin. Die Arbeit zeigt, dass man Alltagsgegenstände manchmal nur geringfügig abwandeln muss, um Generationen zusammenzubringen: der Regenschirm mit Doppelgriff für Groß und Klein, die Markttasche mit verstellbarem Henkel, die wärmende Straßenlaterne oder der ausziehbare Stuhl zum gemeinsamen Schmökern für Großvater und Enkel.

Quelle: UdK
Der zweite Preis geht an Rouven Norman Rieger von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig für seinen Entwurf „Schmetterling“. Dieser Einkaufshelfer mit den breiten Flügeln nimmt kleinere Besorgungen mühelos auf und erspart das Bücken in den Einkaufswagen. Zum Einpacken genügt es, die Flügel des Schmetterlings zusammenzuklappen.

Quelle: UdK
Der dritte Preis geht an Desi Döll von der Universität der Künste Berlin für den Entwurf „Packaging Design 4 All“. Es geht dabei um Alltagslösungen für Verpackungen und Gefäße, die sich häufig schwer öffnen lassen. Wo herkömmliche Deckel die Flasche oft nicht freigeben, helfen bei diesen Verschlüssen kleine Tricks, die die Studentin zuvor mit älteren Menschen getestet hat.
Der Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro geht an Julinka Ebhardt und Janine Hofmann von der Fachhochschule Potsdam. Sie überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf “Kaufhof Je le Merite“, ein altersgerechter Supermarkt, der nicht nur übersichtlicher und komfortabler gestaltet ist, sondern auch Orte der Begegnung wie Sitzgruppen und ein Café bietet. Der Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro geht an Nora Brand, Lone Hertel und Christian Kunz von der Universität Kassel für den Entwurf „kEKS“, eine Art generationsübergreifende Kontaktbörse in Form eines Zettelkastens.
Die Ergebnisse des Wettbewerbs „von Kopf bis Fuß“ werden in einer Ausstellung bei designtransfer in der Universität der Künste Berlin, Einsteinufer 43–53, vom 27.11. bis 17.12.2008, Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr gezeigt.
Unter dem Titel „pack ein - pack aus - pack zu! Neue Verpackungen für Alt und Jung“ förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2006 erstmals einen bundesweiten Wettbewerb an Design-Hochschulen.
Zur Pressemitteilung des BMFSFJ