Wirtschaftsfaktor Alter


Seiteninterne Navigation:

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Übergreifender Servicebereich des Internetauftitts

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Übergreifende Navigation des Internetauftritts

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Servicebereich dieser Webseite

Kalender

Im Bild ist eine skizziertes Kalenderblatt zu sehen

Aktuelle Termine finden Sie in unserem Terminkalender.
Weiter

Qualitätszeichen

Im Bild ist das Logo des Qualitätszeichen zu sehen, eine Einkaufstasche auf Rollen

Hier gelangen Sie zur Seite des Qualitätszeichens "Generationenfreundliches Einkaufen"

Leitfaden „Potenziale nutzen - die Kundengruppe 50plus“

Im Bild ist das Titelblatt des Leitfadens zu sehen

Im Unternehmensleitfaden finden Sie ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Konsumentengruppen, Praxistipps und Beispiele.

Expertise „Übergänge gestalten“

Im Bild ist das Titelblatt der Expertise zu sehen

Eine Expertise zu Motivation und Wünschen älterer Beschäftigter in Bezug auf die Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand.

Newsletter

Im Bild ist ein Ausschnitt des Newsletter-Titelblatts zu sehen

Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren.
Weiter

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Inhaltsbereich dieser Webseite

Wir werden weniger, älter und bunter: Wie der demografische Wandel Deutschland verändert

Der demografische Wandel ist einer der gesellschaftlichen Megatrends

Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft tiefgreifend und ist einer der gesellschaftlichen Megatrends unserer Zeit. Die Lebenserwartung steigt und die Geburtenraten sind seit Jahren auf einem niedrigen Niveau: Dadurch verschiebt sich die Altersstruktur: Das durchschnittliche Alter der Bevölkerung in Deutschland betrug 1910 noch 23,6 Jahre, 2003 waren es bereits 40,9 Jahre. Für das Jahr 2050 ist ein mittleres Alter von rund 50 Jahren zu erwarten. 2060 werden europaweit nur zwei Personen im erwerbsfähigen Alter jeweils einer Person im Alter von 65 Jahren oder älter gegenüber stehen. Derzeit beträgt dieses Verhältnis noch vier zu eins. Jüngsten Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge werden im Jahr 2050 doppelt so viele ältere wie jüngere Menschen in unserem Land leben. Bereits heute gibt es in Deutschland mehr 65-Jährige und ältere Menschen als 15-Jährige und jüngere.

Ausdehnung und zunehmende Vielfalt der Lebensphase „Alter“

Seit Beginn der 1990er Jahre ist die Lebenserwartung in Deutschland wie auch zuvor kontinuierlich gestiegen und liegt zurzeit bei 77 Jahren für Männer und 82 Jahren für Frauen. Nicht nur für Neugeborene, auch für ältere Personen ist die Lebenserwartung gestiegen. So hatten beispielsweise zu Beginn der 1990er Jahre 60-jährige Männer noch eine fernere Lebenserwartung von 18 Jahren, heute beträgt diese 21 Jahre. 60-jährige Frauen können heute damit rechnen, noch 25 Jahre zu leben. Anfang der 1990er Jahre lag die ferne Lebenserwartung noch bei 22 Jahren.

Eine entscheidende Veränderung ist die rapide Zunahme von hochaltrigen Menschen. Diese Bevölkerungsgruppe ist das am stärksten wachsende Bevölkerungssegment. Die Bevölkerung ab 80 Jahren wird voraussichtlich von derzeit vier Millionen bis 2050 auf circa zehn Millionen anwachsen. Dann wäre der Anteil der 80-Jährigen und Älteren genau so hoch wie der der unter 20-Jährigen.

Entsprechend dehnt sich die Altersphase immer weiter aus und beträgt nicht selten 30 Jahre und mehr. Nach dem Austritt aus dem Erwerbsleben haben viele Menschen immer noch rund ein Viertel ihrer Lebenszeit vor sich. Entsprechend entwickelt sich die Phase des Alters zu einem immer bedeutsameren Lebensabschnitt, der zwar Risiken, aufgrund einer insgesamt verbesserten Gesundheit aber auch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Verlängerung der beschwerdefreien Lebensphase des Alters

Untersuchungen des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demographischen Wandels zeigen, dass für über 75-Jährige 1992 bis 2001 nicht nur die durchschnittliche Lebenserwartung, sondern meist auch die Anzahl weitgehend gesunder Lebensjahre stieg. Solche Ergebnisse machen Hoffnung, dass sich die Risiken Krankheit, Hilfe- und Pflegebedürftigkeit zunehmend auf die Lebensphase des sehr hohen Alters konzentrieren werden.

Schrumpfen der Gesamtbevölkerungszahl bei stabilem Wachstum der Bevölkerungsgruppe 50+

Eine weitere fundamentale Auswirkung des demografischen Wandels ist das Schrumpfen der absoluten Bevölkerungszahl. Denn seit 1972 werden in Deutschland weniger Menschen geboren als im selben Jahr sterben. Dieser Prozess kann auch durch eine etwas höhere Kinderzahl oder eine noch schneller steigende Lebenserwartung nicht umgekehrt werden. Deswegen wird die Bevölkerung von gegenwärtig 82,4 Millionen Einwohnern bis zum Jahr 2050 auf rund 69 Millionen sinken. Insbesondere die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird deutlich sinken.

Da die Geburtenraten in den vergangenen Jahrzehnten rasch zurückgegangen sind, wird sich in Deutschland die Alterung der Bevölkerung in den kommenden zwei Jahrzehnten sogar noch beschleunigen. So soll die Bevölkerungsgruppe 50+ von etwa 32 Millionen im Jahr 2008 auf über 36 Millionen im Jahr 2050 wachsen – und dies, obwohl im gleichen Zeitraum die absolute Bevölkerungszahl schrumpft.

Regional unterschiedliche Chancen für Bevölkerung und Wirtschaft im Zuge des demografischen Wandels

Der demografische Wandel bringt regional unterschiedliche Chancen und Risiken für die Gesellschaft und Wirtschaft mit sich. Da sich Lebenserwartung, Geburtenraten und insbesondere Wanderungsbewegungen in den einzelnen Regionen stark unterscheiden, werden sich die Bundesländer, Städte und Landkreise in Deutschland zukünftig sehr unterschiedlich entwickeln. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zur demografischen Entwicklung in Deutschland. So wird nach dieser Studie zugrundeliegenden Berechnungen des Statistischen Bundesamtes die Bevölkerungszahl in einigen Bundesländern bis zum Jahr 2050 um rund zehn Prozent zunehmen - andere Bundesländer dagegen müssen einen Bevölkerungsrückgang um bis zu 15 Prozent hinnehmen. Auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte sieht es ähnlich aus: Drei Viertel aller kreisfreien Städte und jeder zweite Landkreis werden bis zum Jahr 2020 Bevölkerungsrückgänge aufweisen, hat das Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) errechnet.

Wie sich die Bevölkerung und die Siedlungsstruktur in den unterschiedlichen Regionen von Deutschland entwickeln werden, hängt insbesondere von der regionalen Verteilung des Arbeitsplatzangebotes und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort ab. Sicher ist: Ökonomisch starke Regionen werden mehr junge, Arbeit suchende Menschen anziehen als ökonomisch schwache. Damit werden sie in der Regel auch eine höhere Geburtenrate aufweisen.

Dass viele Menschen heute und zukünftig die Chance haben, ein hohes Alter zu erreichen, sollte nicht in Bedrohungsszenarien münden, sondern als Chance begriffen werden. Da der demografische Wandel langsam verläuft, ist er auch gestaltbar und birgt viele Potenziale für unsere „Gesellschaft des langen Lebens“.

Weitere Informationen:

Bevölkerungsentwicklung 2006 bis 2025 (PDF)

Fakten des demografischen Wandels (PDF)

© 2012 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend