Wirtschaftsfaktor Alter


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Prof. Dr. Dr. Ursula M. Staudinger, Vizepräsidentin der Jacobs University Bremen

Mitglied in der Impulsgruppe „Wirtschaftsfaktor Alter“

 

Standpunkt zum „Wirtschaftsfaktor Alter“:

 

 

 Zitat: 

„Hinter dem Schlagwort „alternde Bevölkerung“ steckt eine sehr positive Nachricht: wir haben Lebensjahre hinzugewonnen. Es gilt nun diese gewonnenen Jahre für den Einzelnen und die Gesellschaft sinnhaft zu füllen und das bisher noch weitgehend ungenutzte Potential zu erschließen.“

 

Statement:

Das ökonomische Potential der alternden Bevölkerung in den Vordergrund zu stellen, trägt dazu bei, der Gesellschaft den positiven Beitrag Älterer vor Augen zu führen. Dieses Potential beinhaltet sowohl die kreativen und produktiven Leistungen älterer Beschäftigter, Selbstständiger, Renterinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre als auch ihre Kaufkraft. Karrieren, Produkte und Dienstleistungen, Wohnungen und Städtebau sollten allerdings nicht allein auf vermeintliche Sonderbedürfnisse alter Menschen ausgerichtet, sondern so gestaltet werden, dass sie für alle Lebensalter attraktiv sind. Das Potential anzusprechen und auf Altersintegration zu setzen ist für den Einzelnen wichtig, weil solche Signale gegen Stereotype angehen, die in erheblichem Maße auf die tatsächliche Leistung und auf das Wohlbefinden Einfluss haben.

Als stellvertretende Sprecherin der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ (www.altern-in-deutschland.de) sehe ich die Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ als Baustein zu einem Demografie-Programm, das wir aus wissenschaftlicher Sicht anregen und anmahnen, um die Chancen des längeren Lebens zu realisieren und seine Herausforderungen zu meistern.

 

© 2012 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend