Wirtschaftsfaktor Alter


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Prof. Dr. Thusnelda Tivig, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock

Mitglied in der Impulsgruppe „Wirtschaftsfaktor Alter“

 

Standpunkt zum „Wirtschaftsfaktor Alter“:

 

 Zitat:  

„Ältere fühlen sich heute jünger und die Wirtschaft passt sich an. Nur die gesellschaftliche Wahrnehmung ist nicht stimmig, das Alter(n) wird verdrängt."

 

Statement:

Das Thema Altern ist in der Wirtschaft angekommen. Unternehmen wissen, dass sich mit Älteren hohe Leistungen erzielen lassen und dass sie einkommensstarke Konsumentinnen und Konsumenten sind. Beides eröffnet Chancen im demografischen Wandel: auf Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, auf Prozess- und Produktinnovation. Doch gibt es auch Schattenseiten: so fehlt Nachwuchs, auf den die vielen Älteren künftig ihr Wissen übertragen sollten. Derzeit ist etwa die Hälfte der 55-64-Jährigen erwerbstätig, aber man hofft auf die Aktivierung des übrigen Potenzials. Die Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ konzentriert sich auf Ältere als Konsumentinnen und Konsumenten. Welche Produkte und Dienstleistungen wünschen sie sich und was ist daran altersspezifisch? Manche denken, Ältere hätten es gerne einfacher, weniger technisch. Andere erforschen gerade ausgeklügelte Techniken, um Ältere zu unterstützen. Jede Generation wünscht sich, ihre Gewohnheiten beizubehalten. ‚Die Älteren’ sind daher eine stets neue Gruppe und so verschieden, wie die Jüngeren.

© 2012 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend