Wirtschaftsfaktor Alter


Seiteninterne Navigation:

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Übergreifender Servicebereich des Internetauftitts

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Übergreifende Navigation des Internetauftritts

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Servicebereich dieser Webseite

Kalender

Im Bild ist eine skizziertes Kalenderblatt zu sehen

Aktuelle Termine finden Sie in unserem Terminkalender.
Weiter

Qualitätszeichen

Im Bild ist das Logo des Qualitätszeichen zu sehen, eine Einkaufstasche auf Rollen

Hier gelangen Sie zur Seite des Qualitätszeichens "Generationenfreundliches Einkaufen"

Leitfaden „Potenziale nutzen - die Kundengruppe 50plus“

Im Bild ist das Titelblatt des Leitfadens zu sehen

Im Unternehmensleitfaden finden Sie ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Konsumentengruppen, Praxistipps und Beispiele.

Expertise „Übergänge gestalten“

Im Bild ist das Titelblatt der Expertise zu sehen

Eine Expertise zu Motivation und Wünschen älterer Beschäftigter in Bezug auf die Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand.

Newsletter

Im Bild ist ein Ausschnitt des Newsletter-Titelblatts zu sehen

Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren.
Weiter

Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation


Inhaltsbereich dieser Webseite

Haushalt

Interview: „Menschen immer in die Planung einbeziehen"

Vier- bis fünfmal in der Woche zieht Annett Urban (39) um. Sie hängt Bilder ab, verpackt Geschirr, beschriftet Kartons, besorgt Umzugswagen und Helfer. Sie macht das nicht für sich, sondern für Menschen, denen das nicht mehr so leicht von der Hand geht: Annett Urban betreibt einen Umzugs-Service für Seniorinnen und Senioren.

Frau Urban, Sie helfen älteren Menschen, die in ein Heim oder eine andere Wohnstätte ziehen, weil sie sich zu Hause nicht mehr allein versorgen können. Wie schätzen Sie den Bedarf nach dieser neuen Dienstleistung ein?

Annett Urban: Wir helfen älteren Menschen nicht nur beim Umzug in ein Heim, sondern bei jeglichem gewünschten oder notwendigen Wechsel des Wohnortes. Der Bedarf hierfür ist vorhanden. Viele Menschen trauen sich zum Beispiel nicht, in eine Senioreneinrichtung zu ziehen, auch wenn es notwendig oder von Vorteil wäre. Denn die vielen Arbeiten, die bei einem Umzug in die Einrichtung geregelt werden müssen, sind für viele ältere Menschen unüberschaubar. Sie haben Angst vor dem Berg an Arbeit und die Angehörigen haben meist wenig Zeit zu helfen. Sie wohnen zu weit weg oder sind selbst schon in einem Alter, in dem sie Schwierigkeiten mit der Organisation eines Umzuges haben. Unsere Dienstleistungen machen die Entscheidung, in eine Senioreneinrichtung zu ziehen, wesentlich einfacher.

Wie sieht Ihr Service-Angebot aus?

Annett Urban: Ich kümmere mich nicht nur um das Einpacken, das Aus- und Einziehen, sondern auch um das Entrümpeln und Renovieren der alten Wohnung. Falls gewünscht, verhandele ich mit Vermieterinnen und Vermietern, sorge für die Ummeldung und andere Formalitäten. In einem Erstgespräch, für das ich mir Zeit nehme, können die Kundinnen und Kunden sagen, was gewünscht ist. Ich helfe auch beim Möbel aussuchen oder berate auch bei der Hilfsmittelbestellung, sollte beispielsweise ein Pflegebett oder ein Gehwagen benötigt werden.

Das bieten viele Umzugsunternehmen auch an. Was ist an Ihrem Service das Außergewöhnliche?

Annett Urban: Das ist so nicht richtig. Viele Unternehmen bieten zwar neben dem reinen Umzug auch weitergehende Dienstleistungen an, aber nicht so umfassend wie wir. Wir bieten den Komplettservice, die Kundinnen und Kunden müssen sich das Umzugsunternehmen, den "Entrümpler", die Handwerker und so weiter nicht einzeln zusammensuchen. Alle gewünschten Leistungen werden von uns angeboten und koordiniert.

Zudem achten wir speziell auf die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren: So sorgen wir bei der Einrichtung des neuen Zuhauses zum Beispiel dafür, dass alle notwendigen Pflegehilfsmittel vorhanden, wichtige Dinge schnell greifbar sind, es keine Stolperfallen gibt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Umgang mit Älteren geschult, können unter anderem mit Schwerhörigkeit, leichter Demenz oder Gehunsicherheiten umgehen. Des weiteren nehmen wir uns bei allen Arbeiten, bei denen die älteren Menschen anwesend sind, ausreichend Zeit für die Erledigung. Und nicht zuletzt wird eine Kundin oder ein Kunde bei uns auch mal in die Arme genommen.

Was ist besonders wichtig?

Annett Urban: Dass die Menschen als Kunden angesprochen und ernst genommen werden. Schließ-lich sind Seniorinnen und Senioren keine senilen, tüddeligen Menschen, sondern mündig und erwachsen, haben eigene Vorstellungen, Wünsche und Träume. Sie sind wie alle Menschen geprägt vom Leben, von Erfahrungen und Erlebnissen und darauf versuchen wir uns einzustellen. Der Respekt vor dem Alter und Einfühlungsvermögen sind wichtig für diese Arbeit. Und natürlich muss einem die Arbeit mit älteren Menschen Spaß machen.

Ist Heimweh nach einem Umzug ein Problem?

Annett Urban: Ja, der erste Monat ist für viele sehr hart. Danach fühlen sich die meisten aber in ihrer neuen Umgebung wohl. Wenn jemand selbst den Entschluss gefasst hat, in eine bestimmte Einrichtung zu ziehen, ist das Heimweh schneller weg. Wurde das neue Domizil durch Angehörige oder Be-treuende ausgesucht, gewöhnen sich die Menschen nur schlecht ein, das Heimweh und die Unzufriedenheit in der neuen Umgebung gehen oft nie ganz weg. Es ist daher besonders wichtig, den älteren Menschen immer in die Planung mit einzubeziehen.

Zurück zur Übersicht

© 2012 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend