Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Bildung
Nach seiner Frühpensionierung hatte Gerd Löwenberg plötzlich viel Zeit. „Von Tempo Hundert auf so gut wie Null - das war mein Lebensgefühl“, beschreibt der 63-jährige ehemalige Abteilungsleiter den Auftakt seines Rentnerlebens. Seine Wissbegierigkeit lenkte ihn dazu, als Rentner ein Studium aufzunehmen.
Zwar genießt es Löwenberg, mehr Zeit für seine Frau und vor allem für seine drei Enkelkinder zu haben. „Aber ein Ziel fehlt, etwas, auf das man hinarbeitet.“ Und da ist seine Wissbegierigkeit, die im Laufe des Lebens eigentlich noch zugenommen hat. Also entschloss er sich, ein Studium zu beginnen. Er hatte die Qual der Wahl: Es gibt drei Möglichkeiten, sich weiterzubilden, ein ordentliches Studium, ein Gasthörer- oder ein Seniorenstudium.
Gerd Löwenberg hat sich für ein ordentliches Studium entschieden. Germanistik und Politik sollte es sein, „rein aus Neigung“, wie er versichert. Als junger Mann schienen ihm diese Fächer nicht zukunftstragend, deshalb hatte er sich für eine Technik-Ausbildung entschieden. „Das war in meinen Augen etwas Solides“, erinnert er sich. Aber nun möchte sich der Vielleser seinem Hobby hingeben und die Welt der Literatur auch wissenschaftlich erforschen. Weder Studiengebühren noch die vielen Prüfungen schrecken ihn ab.
Seniorenstudium: Begleitveranstaltungen inklusive
Seine Kommilitonin Edda Müller mochte sich nicht zu sehr mit einem ordentlichen Studium belasten. Sie entschied sich für ein Gaststudium, denn sie will sich in der Literaturwissenschaft weiterbilden - ohne eine Prüfung ablegen zu müssen. Gasthörer benötigen in der Regel kein Abitur, je nach Universität fallen unterschiedlich hohe Studiengebühren an.
Ein Seniorenstudium unterscheidet sich vom Gasthörerstudium nur unwesentlich: Der Vorteil für ältere Menschen liegt darin, dass die Hochschule dieses Studium durch spezielle Beratungs- und Begleitveranstaltungen unterstützt. Wie dieses Seniorenstudium organisiert ist, hängt von der Hochschule ab. Manche Universitäten bieten spezielle Vorlesungsverzeichnisse für Senioren an. Nicht alle Studienfächer stehen Senioren und Gasthörern offen. Dies ist von Hochschule zu Hochschule verschieden.
Genauere Informationen bietet die Broschüre „Studienführer für Senioren“ herausgegeben vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Heinemannstraße 2
53175 Bonn
Tel.: 01888/57 0
Der Studienführer zum Herunterladen:
» http://www.bmbf.de (PDF-Datei)
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