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Medizin

Der Weg zur Kur - Ohne die Befürwortung durch Ärztin oder Arzt geht es nicht

Der Kur, einst gedacht als medizinische Vorsorgeleistung zur Stärkung der Gesundheit, ist inzwischen der Vorsorgegedanke fast abhanden gekommen. Heute gilt sie als Unterstützung bei der Genesung von Krankheit und chronischen Leiden, doch in Zeiten knapper Kassen im Gesundheitswesen ist es schwer geworden, eine Kur bewilligt zu bekommen.

Um in den Genuss eines Aufenthaltes in einem landschaftlich reizvollen gelegenen Kurort oder Heilbad zu kommen, müssen Gespräche mit der Hausärztin oder dem Hausarzt vorangegangen sein. Es ist Sache der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes, die Dringlichkeit zu bescheinigen und einen geeigneten Kurort auszuwählen.

Bei einer offenen Badekur, die als „ambulante Vorsorge- und Rehabilitationskur“ bezeichnet wird, kann die Patientin oder der Patient den Kurort und die Unterkunft weitgehend selbst aussuchen. Nachdem eine offene Badekur ärztlich befürwortet wurde, muss der Kurantrag bei der Rentenversicherung oder der Krankenkasse gestellt werden. Bei einer offenen Badekur gibt es finanzielle Zuschüsse. Grundsätzlich werden die Kosten für die ärztliche Behandlung am Kurort zu 100 Prozent übernommen. Von den Kurmittelkosten übernimmt die Krankenkasse in der Regel 85 Prozent, die Patienten müssen eine Eigenbeteiligung von 15 Prozent bezahlen.

Kosten: Was es zu bedenken gibt

Zu den übrigen Kosten im Zusammenhang mit der Kur, von Unterkunft über Verpflegung bis hin zur Kurabgabe, gibt es ebenfalls Zuschüsse, die individuell zu erfragen sind. Neben der offenen Badekur kann auch eine geschlossene Kur, Sanatoriumskur oder stationäre Heilmaßnahme für notwendig erachtet werden. Unterkunft, volle Verpflegung, ärztliche Betreuung und die medizinisch erforderlichen Behandlungen erhalten Patientinnen und Patienten in diesem Fall in der Kurklinik oder im Sanatorium. Bei Heilverfahren der Rentenversicherung und der Krankenkasse ist eine Selbstbeteiligung bei Kuren in Kurkliniken oder Sanatorien erforderlich. In jüngster Zeit präsentieren sich Kurorte in Polen, Tschechien und Ungarn verstärkt auf dem deutschen Markt. Da viele Patientinnen und Patienten einen hohen Eigenanteil leisten müssen, sind sie darauf bedacht, preisgünstige Angebote, auch für sogenannte Kurreisen, zu finden.

Linktipps:

» www.deutscher-heilbaederverband.de
Der Deutsche Heilbäderverband bietet auf seinen Seiten Informationen über Kuren und Heilbäder in Deutschland. Weitere Informationen bietet die Broschüre „Die Kur in Deutschland“, dem der „Deutsche Bäderkalender“ auf CD-Rom beiliegt. Die Broschüre kann auf der Internetseite des Verbandes bestellt werden.

» www.deutschland-tourist.info
Die Seite „Touristauskunft Deutschland“ bietet eine erste Übersicht über Kur-Formen und Kur-Orte in Deutschland.

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