Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Ernährung
Gehirnaktivität und Ernährung stehen in einem engen Zusammenhang. Aus diesem Grund ist eine gesunde Ernährungsweise, die dem Körper alle lebensnotwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge liefert, unerlässlich für die Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten bis ins hohe Alter hinein - obwohl Hunger- und Durstempfinden dann nachlassen.
Für ein perfektes Zusammenspiel der einzelnen Nervenzellen benötigt der Körper Neurotransmitter, die er aus Eiweiß herstellt. Eiweißquellen sind beispielsweise Fleisch und Milchprodukte, aber auch Hülsenfrüchte und Sojaprodukte.
Omega-3-Fettsäuren sorgen für das Funktionieren der Zellmembranen. Zur ausreichenden Versorgung mit diesen Fettsäuren ist regelmäßiger Fischverzehr ratsam, auch Rapsöl liefert beispielsweise Omega-3-Fettsäuren. Mit zunehmendem Lebensalter lassen Hunger- und Durstempfinden nach. Bei Flüssigkeitsmangel beispielsweise dickt das Blut ein und die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen verschlechtert sich. Folge können Verwirrtheitszustände sein, die nicht mit einer Demenz verwechselt werden dürfen. Denn bei Ausgleich des Flüssigkeitsdefizits lassen die Verwirrtheitszustände wieder nach. Empfehlenswert ist eine Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern pro Tag in Form von Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßten Früchte- und Kräutertees.
Tägliche Bewegung, frische Luft, kleinere Portionen
Mangelnder Appetit als Antrieb für die Nahrungsaufnahme ist eine der Hauptursachen für eine Unterversorgung alter Menschen. Aufgrund der altersbedingten physiologischen Veränderungen lassen die Sinneswahrnehmungen - Geruch, Geschmack, Sehen und Hören - nach. Hunger und Sättigung werden anders erlebt. Bereits nach kleinen Portionen wird nicht mehr weiter gegessen. Hinzu kommen häufig Kau- und Schluckbeschwerden, Mundtrockenheit und Beeinträchtigungen der Verdauungsfunktionen. Erkrankungen und die Einnahme von Medikamenten wirken sich ebenfalls negativ auf das Appetitempfinden aus. Andere Lebensumstände, wie der Verlust eines Angehörigen oder die Übersiedlung in ein Heim belasten alte Menschen. Eine beeinträchtigte geistige Verfassung - wie etwas Vergesslichkeit, Verwirrtheit oder andere neurokognitive Erkrankungen - beeinflusst ebenso die Nahrungsaufnahme wie eine ungünstige Lebensmittelauswahl oder schlechte Ernährungsgewohnheiten.
Körperliche Veränderungen und Behinderungen können den Einkauf, die Zubereitung der Lebensmittel und die Mahlzeiteneinnahme erschweren. Es gibt einige appetitfördernde Maßnahmen: tägliche Bewegung, nach Möglichkeit an der frischen Luft, regelmäßige Mahlzeiten mit kleinen Portionen über den Tag verteilt, leicht kaubare und gut schluckfähige Speisen, die vorzugsweise mit Kräutern gewürzt werden.
Linktipps:
» www.aid.de
Informationsseite des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V., die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wird.
» www.dge.de
Die Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die vor allem ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse weitergibt.
» www.ernaehrung.de
Infoseite des Deutschen Ernährungsberatungs- und -informationsnetzes (DEBInet), das vom Institut für Ernährungsinformation in Freudenstadt gegründet wurde.