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Straßenverkehr03.11.2008

Ältere Fußgängerinnen und Fußgänger müssen besser geschützt werden

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind alarmierend: Menschen, die 65 Jahre oder älter sind, leben als Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr besonders gefährlich: Das Todesrisiko älterer Fußgängerinnen und Fußgänger liegt bei dem 3,8fachen der 25- bis 64jährigen.

Nur in 26 Prozent der Unfälle sind es die älteren Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer selbst, die Fußgängerunfälle im Seniorenalter verursachen, 74 Prozent werden von den Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern verschuldet. Wichtig erscheint ein Umdenken in der Gesellschaft, die es künftig mit vielen älteren Menschen zu tun hat. Verkehrspsychologin Professorin Maria Limbourg regt aus diesem Grund eine Verkehrssicherheitsarbeit an, die sich nicht nur an die Seniorinnen und Senioren selbst, sondern auch an die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer richtet.

Verkehrsräume seniorengerecht gestalten

"Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für ältere Fußgängerinnen und Fußgänger sind Maßnahmen aus den Bereichen der Verkehrstechnik, der polizeilichen Verkehrsüberwachung und der verkehrspädagogischen Aufklärung und Bildung erforderlich", zählt die Verkehrspsychologin und Leiterin der AG Mobilität und Verkehr der Universität Duisburg-Essen auf. Und nennt einige Beispiele: Seniorengerechte Verkehrsraumgestaltung wie zum Beispiel Tempo 30-Zonen, Verkehrsberuhigung, Gehwegnasen, Aufpflasterungen, Mittelinseln, Einengungen, Querungshilfen, ausreichend lange Grünphasen für ältere Menschen, akustische Ampelsignale, gute Gehwege, abgesenkte Bordsteine und Fußgängerzonen.

Außerdem ist es wichtig, dass Verstöße von Autofahrerinnen und Autofahrern auch geahndet werden, also sind Geschwindigkeitsüberwachungen in Tempo 30-Zonen und auf Hauptstraßen ebenso nötig wie die Überwachung des ruhenden Verkehrs (zugeparkte Gehwege, Radwege und Fußgängerüberwege). Seniorinnen und Senioren müssen über Risiken im Straßenverkehr Bescheid wissen, Autofahrerinnen und Autofahrer müssen für das Verhalten älterer Menschen besser sensibilisiert werden.

Weitere Informationen:

» http://www.dvr.de
Informationen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates zum Programm für ältere Verkehrsteilnehmer "sicher mobil".

» www.berlin.de
Informationen des Polizeipräsidenten in Berlin zur Verkehrssicherheitsberatung für Senioren.

» www.kfv.at 
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit Österreich informiert über Senioren im Straßenverkehr.

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