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Telefone

„Einfach zu wählen und schön laut“: Großtastentelefone fürs Festnetz oder als Handy

Immer kleiner, immer unübersichtlicher, immer komplizierter - die neuen Modelle der Mobiltelefone übertreffen sich in Winzigkeit und Vielfalt ihrer Funktionen. Gerade jugendliche Nutzerinnen und Nutzer kaufen heute kein Gerät mehr, das ohne Attribute wie polyphone Klingeltöne, eingebaute Digitalkamera, Terminkalender, MP3-Player oder Spiele auskommt.

Zu viele Funktionen können jedoch auch verwirren und die Benutzerführung erschweren. Deshalb fordern zunehmend vor allem ältere Menschen ein Handy, mit dem man einfach nur telefonieren kann. Und zwar eins, das möglichst groß ist. Das gilt auch für das Telefon zu Hause. "Irgendwie war es ein schleichender Prozess“, erinnert sich Charlotte König, pensionierte Lehrerin. „Irgendwann merkst du, du hörst das Telefon nicht. Oder du verwählst dich. Und dann sagen dir deine Kinder, das sind alterstypische Einschränkungen. Und sie schleppen dich in einen Laden, wo der Telefonverkäufer noch einen drauf setzt, indem er diese Lebenseinschränkungen in den visuellen, akustischen und motorischen Bereich einteilt.“

Inzwischen hat die 75-Jährige akzeptiert, dass sie schlechter sieht, weniger hört und dass auch ihre Finger die kleinen Tasten nicht mehr so zielsicher treffen. Charlotte König hat ein ergonomisches Telefon mit großem Hörer und einer sicheren Ablage angeschafft. „Denn es passierte ziemlich oft, dass ich nicht richtig aufgelegt habe“, sagt sie.

Ohne Funktionsschnickschnack: das Seniorentelefon

„Großtastentelefon“, „Seniorentelefon“ oder „Katharina das Große“ lauten die bisherigen Bezeichnungen für Telefonapparate, die einfach zu bedienen sind: Sie haben große Tasten, die meist beleuchtet sind. Klingelton, Hörer und Lautsprecher sind jeweils einzeln einstellbar, der Hörer ist hörgerätetauglich. Je nach Modell signalisiert neben dem Klingelton auch ein blinkendes Licht, wenn jemand anruft.

Charlotte König hat sich für ein Großtastentelefon-Doppelpack entschieden: „Das ist der Apparat zu Hause und ein Handy. Beide ohne Funktionenschnickschnack, völlig simpel zu bedienen, mit großen Tasten und schön laut. Und über das Handy kann ich notfalls geortet werden“, beschreibt sie. Je nach Anbieter gibt es eine Notruftaste. In die etwas teureren Telefonapparate können drei oder vier Nummern eingespeichert werden, die nach dem Druck auf die Notruftaste automatisch in einer Ringschleife mehrmals hintereinander angewählt werden. Sobald sich jemand meldet, kann auch ohne Abheben des Hörers gesprochen werden. Vor der Anschaffung eines neuen Telefons sollte man die Geräte testen, denn vor allem bei der Sprachqualität könnten die Hersteller durch den Einbau modernerer Technik noch Verbesserungen erzielen.

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