Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Treppenlift

„Die Treppenstufen im Haus schienen plötzlich unüberwindbar“, schildert Erika M., „aber wir haben dieses Haus mit drei Etagen seinerzeit so gebaut. Und heute wollen wir hier natürlich nicht mehr ausziehen.“ So haben sich die 76-Jährige und ihr Mann Erwin (78) dazu entschlossen, einen Treppenlift einzubauen.
„Eine kostenintensive Angelegenheit, die sich aber lohnt, um einen Umzug zu vermeiden“, sagt der 78-Jährige. Wie kostenintensiv der Einbau eines Treppenlifts ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten und den eigenen Wünschen an das Produkt ab. Mit rund 7.000 Euro müssen Verbraucherinnen und Verbraucher rechnen - Abweichungen vor allem nach oben sind selbstverständlich möglich.
Es gibt etwa 60 Produktvarianten und es ist ratsam, sich - bevor der Entschluss gefasst wird - einen Überblick zu verschaffen und mehrere konkrete Angebote einzuholen. Denn schließlich soll das neue Gefährt maßgeschneidert für die eigene Wohnsituation gefertigt werden - und für die individuelle Lebenssituation.
Es gibt Liftvarianten, die stehendes oder sitzendes Überwinden der Treppe gewährleisten. Ob eine Treppe gerade oder gewunden, linksgewendelt, rechtsgewendelt oder s-förmig verläuft, stellt die Technik nicht vor unlösbare Herausforderungen. Der Aufzug wird innen oder außen an der Treppe geführt. Je nach Modell bedient man die Lifte über Hebel in der Armlehne oder über eine Funkfernsteuerung. In der Regel werden Sitz, Fuß- und Armlehnen hochgeklappt, um Platz auf der Treppe freizuhalten. Die Form-, Farb- und Materialauswahl ist - sicherlich auch je nach Geldbeutel - nahezu unbegrenzt: Warum nicht mal ein pinkfarbenes Sitzpolster...
Die Stiftung Warentest rät, den Kauf genau zu überdenken und sorgfältig zu planen. Denn trotz vielversprechender Werbung lauern Tücken - vor allem beim Einbau einer Anlage. Die Testerinnen und Tester bemängeln, dass technisch ausgereifte Markenprodukte nicht selten von ungenügend qualifizierten Subunternehmen eingebaut wurden. Bei der Endstation darf beispielsweise der Platz zum Ein- und Ausstieg nicht zu eng berechnet werden. Mängel sind auch bei der Wartung und beim Service aufgetreten - auch am Wochenende sollte ein Techniker bereit stehen.
Erika M. hat noch einen Tipp aus der Praxis: „Wir haben mehrere Anlagen besichtigt - und vor allem angehört. Manche sind einfach zu laut.“ Nicht zuletzt sollte man sich über baurechtliche Vorschriften informierten - die sind nämlich beim Einbau eines Treppenlifts von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Und wer zur Miete wohnt, sollte die geplante Investition mit dem Vermieter abklären.
» www.treppenlift-anbieterverzeichnis.de
Die Internetseite bietet Produktinformationen über Treppenlifte und ein deutschlandweites Anbieterverzeichnis.
Weitere Hinweise zum Kauf eines Treppenliftes finden Sie in der
» Checkliste des Qualitätslotsen.