Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
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Wohnen & Handwerk
Gerhild und Gustav F., beide in den Siebzigern, leben in einem Reihenhaus, das sie einst unter großen Entbehrungen für sich und die beiden Söhne gebaut haben. Die Familie hat damals jahrlang auf Urlaub verzichtet, Gustav F. hat viel in Eigenleistung geschuftet, Gerhild ging putzen, damit sie sich das ein oder andere Extra leisten konnten.
Und jetzt leben die beiden Söhne weit fort, der eine sogar im Ausland, und das Reihenhaus ist dem Ehepaar eigentlich zu groß geworden. Ins Dachgeschoss kommen sie ganz selten, zu beschwerlich sind die Treppen. Gerhild und Gustav F. arrangieren sich mit den Unbequemlichkeiten, sie wollen im eigenen Heim alt werden, so lange wie möglich dort leben. So wie den beiden geht es den meisten Menschen, sie möchten im Alter so wohnen, wie sie es ein Leben lang getan haben und möchten nicht auf ihr vertrautes Wohn- und Sozialumfeld mit Nachbarn und Freunden verzichten. Jetzt sparen Gerhild und Gustav F., um sich den Einbau eines Treppenliftes leisten zu können.
Erdmuthe H., 67 Jahre alt, legt ebenfalls großen Wert auf ein gutes soziales Umfeld. Sie hat sich allerdings nach dem Tod ihres Mannes entschlossen, aus dem Familienhaus auszuziehen: Auch ihre Kinder leben in fernen Städten und Erdmuthe H. findet die Vorstellung wenig angenehm, allein im Alter in dem großen Haus zu leben. Außerdem wurde der Asthmatikerin das Treppensteigen zur Qual. Sie machte sich, gemeinsam mit ihrer Tochter, auf die Suche nach einer Altenwohnung in der Nähe ihres bisherigen Hauses.
Sie wollte sich frühzeitig informieren, um nicht eventuell durch eine Notsituation gezwungen zu sein, mit einer halbherzigen Lösung vorlieb zu nehmen. Jetzt wohnt sie in einer ebenerdigen Altenwohnung, die ihr später optional Pflege und Betreuung ermöglicht. Sie ist in der Nähe ihrer Freunde geblieben und lernt neue Nachbarn kennen, die in einer ähnlichen Lebenssituation sind wie sie selbst.